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LENA Einführungs- und Methodenworkshop

Gestalten Sie Ihre Trainings so, dass Lernen nach den S.P.A.S.S.-Kriterien möglich wird.

Weg vom "Ich muss alles vermitteln" - hin zum "Ich gestalte Lernräume, in denen Menschen selbst lernen können".

  • Grafik Icon Zeitraum
    ZEIT 16,00 Lehreinheiten
    Stundenplan für Veranstaltung 31127016
    Wochenendkurs
    Grafik Icon Durchführungart
    LERNMETHODE Trainer:in
    Kursnummer: 31127016
    390,00 EUR Kursnummer: 31127016

LENA Einführungs- und Methodenworkshop

Beschreibung

1. LENA verstehen-Lernen neu denken

  • Was bedeutet lebendiges und nachhaltiges Lernen?
  • Grundidee und Haltung des WIFI_Lernmodells LENA
  • Lernen als aktiver und individueller Prozess
  • Warum "mehr Input" nicht automatisch "mehr Lernen" bedeutet
  • Die Rolle der Trainerin/des Trainers
  • Vom Wissensvermittler zum Lernbegleiter
  • Wann braucht es Input - und wann braucht es Lernaktivität?
  • Erste Standortbestimmung des eigenen Trainingsstils

2. S.P.A.S.S. – fünf Kriterien für lebendige Trainings

Sie lernen die fünf LENA-Kriterien kennen und übersetzen sie in konkrete Trainingssituationen:

Selbstgesteuert

Lernende übernehmen Verantwortung für ihren Lernprozess, treffen Entscheidungen und reflektieren ihre Ergebnisse.

Produktiv

Vorwissen, Erfahrungen und unterschiedliche Perspektiven werden genutzt. Neues wird entdeckt, hinterfragt und weiterentwickelt.

Aktivierend

Lernende werden ins Tun gebracht. Sie bearbeiten Aufgaben, entwickeln Lösungen, probieren aus und sammeln eigene Erfahrungen.

Situativ

Lernen orientiert sich an konkreten Situationen und Herausforderungen aus der beruflichen Praxis.

Sozial

Lernen findet im Austausch statt. Fragen, Feedback, Zusammenarbeit, unterschiedliche Perspektiven und gegenseitige Wertschätzung werden bewusst genutzt.

3. Der LENA-Methodenkoffer

Sie lernen eine Auswahl einfach einsetzbarer Methoden kennen und probieren diese selbst aus.

Unter anderem geht es um Methoden für:

  • Aktivierung und Einstieg
  • Vorwissen und Erfahrungen sichtbar machen
  • Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit
  • Austausch und Perspektivenwechsel
  • Diskussion und Reflexion
  • Praxisfälle und Fallarbeit
  • Problemlösung und Entscheidungsfindung
  • Transfer in den eigenen Berufsalltag
  • Feedback und Selbstreflexion
  • Sicherung von Lernergebnissen
  • Abschluss und nachhaltigen Praxistransfer

Dabei steht nicht die Anzahl der Methoden im Vordergrund, sondern die Frage:

Welche Methode unterstützt mein Lernziel und meine Zielgruppe am besten?

4. Methoden passend auswählen

Eine Methode ist kein Selbstzweck.

Sie lernen, Trainingsmethoden anhand von Fragen auszuwählen:

  • Was sollen die Teilnehmer:innen nach der Einheit können?
  • Was sollen sie selbst tun?
  • Welches Vorwissen ist bereits vorhanden?
  • Welche Erfahrungen können genutzt werden?
  • Wie viel Input ist tatsächlich notwendig?
  • Welche Sozialform unterstützt das Lernen?
  • Wie kann die Methode zur konkreten Praxissituation passen?
  • Wie wird das Gelernte anschließend angewendet?

5. Vom Frontalunterricht zum Lernbegleiter

Der Rollenwechsel steht im Mittelpunkt.

Sie beschäftigen sich mit der Frage:

Was muss ich als Trainer:in tun – und was können meine Teilnehmer:innen selbst tun?

Sie trainieren,

  • gute Lernaufträge zu formulieren,
  • Fragen statt fertiger Antworten einzusetzen,
  • Lernprozesse zu strukturieren,
  • Gruppenprozesse zu begleiten,
  • Lernende ins eigenständige Arbeiten zu bringen,
  • Beobachtungen und Feedback gezielt einzusetzen,
  • Lernprozesse zu reflektieren und
  • Verantwortung für den Lernprozess zu übernehmen, ohne den Lernenden das Lernen abzunehmen.

6. Mein eigenes Training wird LENA

Zum Abschluss übertragen Sie die Inhalte auf Ihre eigene Trainingspraxis.

Sie entwickeln bzw. überarbeiten eine konkrete Trainingseinheit und prüfen diese anhand der S.P.A.S.S.-Kriterien.

Dabei entsteht Ihr persönlicher LENA-Methodenplan:

Mein Thema ? mein Lernziel ? meine Lernaktivität ? meine Methode ? mein Transfer

Die entwickelten Elemente werden ausprobiert, reflektiert und gemeinsam weiterentwickelt.

Ziel
  • die Grundidee des WIFI-Lernmodells LENA erklären und in der eigenen Trainingspraxis anwenden
  • Trainings anhand der S.P.A.S.S.-Kriterien reflektieren und gestalten
  • vorhandenes Wissen und Erfahrungen der Teilnehmer:innen nutzbar machen
  • Lernende stärker in Verantwortung und Eigenaktivität bringen
  • zwischen sinnvoller Wissensvermittlung und selbstgesteuerten Lernphasen unterscheiden
  • Ihre Rolle als Trainer:in bewusster als Lernbegleitr:in gestalten
  • Methoden passend zu Zielgruppe, Thema, Gruppensituation und Lernziel auswählen
  • konkrete Trainingselemente für die eigene Praxis entwickeln und
  • mit einem persönlichen Methodenkoffer für lebendige Trainings in den Trainingsalltag starten.
Zielgruppe
  • neue und angehende WIFI-Trainer:innen
  • Trainer:innen, die erst seit kurzer Zeit in der Erwachsenenbildung tätig sind
  • Fachexpert:innen, die Ihr Wissen künftig noch stärker lernwirksam vermitteln möchten
  • Trainer:innen, die ihre bisherigen Trainingsmethoden erweitern wollen und
  • alle, die ihre Rolle vom klassischen Vortragenden zum Lernbegleiter bzw. zur Lernbegleitrin weitereintwickeln möchten.
Voraussetzungen

Es sind keine speziellen didaktischen Vorkenntnisse erforderlich.

Idealerweise bringen Sie ein eigenes Thema, einen Kurs oder eine konkrete Trainingssituation aus Ihrer Praxis mit. Dadurch können die erarbeiteten Methoden unmittelbar auf den eigenen Trainingsalltag übertragen werden.