„WIFI Schweißlehrer-Akademie“ - Auszeichnung für die 10 besten Schweißlehrer Österreichs

Im Rahmen der im WIFI Burgenland stattfindenden Schweißlehrer-Tagung 2007 wurden in Eisenstadt die besten Schweißlehrer Österreichs ausgezeichnet.

Wien/Eisenstadt 31. August 2007.  Anton Paulitsch und Günther Weigl aus Kärnten, Herbert Ruhrhofer, Andreas Zuser und Frank Pius aus Niederösterreich, Andreas Rauter, Markus Bichler und Ronald Pichler aus Salzburg sowie Peter Pryjmak aus Vorarlberg wurden heute in Eisenstadt von der WIFI Schweißlehrer-Akademie als „Zertifizierter Schweißer-Trainer“ ausgezeichnet. Das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) der österreichischen Wirtschaftskammern ist Initiator der „Schweißlehrer -Akademie“ und Veranstalter der Schweißlehrer-Tagung in Eisenstadt. Ziel dieser Akademie ist die Qualifizierung und Kompetenzsicherung der Trainer im Bereich Schweißtechnik.

„Die Österreichische Schweißtechnik genießt international einen hervorragenden Ruf. Gut ausgebildete Fachkräfte auf diesem Gebiet sind am Arbeitsmarkt mehr denn je gefragt. Es ist uns daher als größter beruflicher Weiterbildungsanbieter in Österreich ein großes Anliegen, die Schweißlehrer für Weiterbildungsmaßnahmen noch stärker zu aktivieren. Mit dieser Auszeichnung würdigen wir das hohe Engagement und die ständige Bereitschaft zur Weiterbildung im Sinne des Life-Long-Learning“, sagt Mag. Lukas Bergmann, zuständiger Produktmanager im WIFI Österreich.

Österreichweit werden im WIFI jährlich rund 5.000 Fachkräfte von ca. 60 Schweißlehrern aus- und weitergebildet. Die Zertifizierungsstelle des WIFI Österreich hat allein im Vorjahr knapp 3.500 Schweißerzertifikate ausgestellt. Die zertifizierten Schweißer/innen arbeiten in Gewerbe- und Industriebetrieben im Heizungs- und Lüftungsbau, im Behälter- und Apparatebau, Kessel- und Kraftwerksbau, Kran-, Metall-, Stahl- oder Brückenbau. Sie sind für die wirtschaftliche und qualitätsgerechte Herstellung von Schweißkonstruktionen verantwortlich.

WIFI Schweißlehrer-Akademie

Ziel ist neben der fachlichen Qualifizierung der österreichischen Schweißlehrer die Aus- und Weiterbildung in den Bereichen Persönlichkeit und Sozialkompetenz zu forcieren. Die WIFI Akademie wurde 2006 ins Leben gerufen und ist keine Bildungseinrichtung im herkömmlichen Sinn, da sie selbst weder Kurse noch Seminare anbietet. Vielmehr werden (Weiter-) Bildungsangebote bestehender Institutionen und innerbetriebliche Weiterbildungen für die Qualifikation von Schweißlehrern durch Expert(inn)en aus der Wirtschaft und der Wirtschaftskammer strukturiert und mit einem eigenen Punktesystem bewertet. Im Rahmen dieser Akademie wurde ein eigener Weiterbildungspass für Schweißlehrer aufgelegt, um alle Qualifizierungsmaßnahmen strukturiert zu dokumentieren.

Folgende Voraussetzungen sind für den Schweißlehrer-Weiterbildungspass zu erbringen:

  • SWM (Schweißwerkmeister) bzw. EWS (European Welding Spezialist) Ausbildung
  • Lehrauftritte (innerbetrieblich oder in einem Landes-WIFI) im Bereich Schweißen von mindestens 250 Stunden
  • Kontinuierliche Weiterbildung in Form von Seminaren, Kursen, Vorträgen
  • Mind. eine gültige Schweißerprüfung nach ÖNORM EN 287-1/2
  • Mind. eine 2. Schweißerprüfung in einem anderen Schweißverfahren
  • Ausgezeichnete Ergebnisse der Auswertung der Erfolgskontrollbögen (Fachwissen, Praxisbezug, Vortragsweise und persönlicher Einsatz des Kursleiters)

Die Qualifizierung der Schweißlehrer im Rahmen der  WIFI Akademie erfolgt in zwei Stufen:

Zertifizierter Schweißlehrer: Neben den fachlichen Qualifikationen müssen Ausbildungen zu den Themenbereichen Persönlichkeit (Selbstmanagement, Rhetorik, Gedächtnistraining etc.) und Umgang mit Erwachsenen (u.a. Führungsverhalten, Teamverhalten, Gruppendynamik) absolviert werden. Eine Kommission bestehend aus Vertretern der WIFIs in Österreich, der Wirtschaft und des Arbeitskreises Schweißtechnik prüfen und beurteilen die eingereichten Unterlagen und stellt bei einer positiven Bewertung die Zertifizierung aus.

Diplomierter Schweißlehrer: Das Diplom wird zertifizierten Schweißlehrern nach der Absolvierung aufbauender Ausbildungen zu den Bereichen fachliche Qualifikationen, Persönlichkeit, Umgang mit Erwachsenen und der Erstellung einer praxisbezogenen Projektarbeit verliehen. Die eingereichte Projektarbeit wird vor der Kommission präsentiert und nach festgelegten Kriterien beurteilt.

 

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